Voller Schrank, aber nichts zum Anziehen?
05. Juni 2018

Wer kennt dieses Problem nicht? Man steht vor dem offenen Kleiderschrank, der durch sämtliche Kleidungsstücke schon aus allen Nähten platzt und dennoch hat man keine Idee, was man überhaupt anziehen soll. Egal ob es sich um ein Geschäftsessen, einen besonderen Anlass oder einen gewöhnlichen Mittwoch Abend handelt. Wenn der Kleiderschrank übervoll ist, findet man nichts zum Anziehen. Warum ist das eigentlich so? Ganz einfach, weil man so dermaßen viel Gewand besitzt, dass man keinen Überblick mehr darüber hat. Da helfen auch die besten Ordnungssysteme nichts.

Was hilft? Bestandsanalyse statt ständigem blindem Konsum!

Menschen, die Wert auf ihr Äußeres legen, aber kein gutes Händchen für Kombinationsmöglichkeiten haben, tendieren dazu viel Gewand zu horten, wobei der Großteil nicht angezogen wird. Auch hier liegt die Begründung auf der Hand, durch die Fülle verliert man den Überblick und man hat gar nicht mehr im Kopf welches Kleidungsstück zu welchem passt. Mit einem bewusst gefüllten Kleiderschrank, ist es leichter zu kombinieren. Gewand, in dem man sich wohl fühlt, zieht man auch gerne an und wer hätte nicht gerne einen Schrank voller Lieblingsklamotten?

Das Problem ist also bekannt und es gibt auch viele verschiedene Lösungsansätze. Wir haben uns das Buch „The Life-Changing Magic of Tidying“, ein wunderbares Buch über die Magie des Aufräumens, von Marie Kondo zu Herzen und unsere Kleiderschränke in Angriff genommen. In einem ersten Schritt räumt man sein gesamtes Hab und Gut an Kleidung aus allen Schränken und Kommoden aus, dabei sollte man auch nicht auf die Winterkleidung im Vorzimmer, die Schals, Hauben, Handschuhe in etwaigen Kisten oder die Sommersachen, wie Bikini und Strandkleid vergessen. Wenn man diese Übermenge an Gewand nun auf dem Boden, gut wir haben der Hygiene halber das Bett genommen, verteilt, dann wird klar, dass man noch viel mehr Gewand besitzt, als man überhaupt gedacht hat.

Marie Kondo empfiehlt nun folgende Vorgehensweise: Jedes Kleidungsstück einzeln einmal in die Hand nehmen und sich Folgendes fragen:
  • Ziehe ich das an?
  • Ziehe ich es gerne an?
  • Macht es mir Freude?
  • Fühle ich mich wohl?


Jedes Kleidungsstück, das bei diesen Fragen ein "Nein" bekommt, kann weg! Im Nu ist der Schrank leer und man weiß, welche Kleidungsstücke einem gefallen, gut tun und worin man sich wirklich wohl fühlt. Dementsprechend passt sich dann auch das Kaufverhalten an, da man sich im Geschäft plötzlich auch diese Fragen stellt und schon gesellen sich nur noch echte Lieblingsstücke in den Kasten. Ein voller Erfolg also!

Am besten gleich ran an den Kleiderschrank und gleich selbst ausprobieren!

Danke an Isabella Switil, der Chefredakteurin von www.gazzette.cc, für die tolle Zusammenarbeit an der Artikelreihe zum Thema Minimalismus!
Kategorien: Isabella Switil, Minimalismus
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