Bewusster leben - frei von Müll

Unsere gesamte Familie lebt ihr Leben sehr bewusst und ist auf dem Weg sich von Müll zu befreien. Ich, Petra, habe mich im vergangen Jahr sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Deshalb möchte ich euch hier ein paar Tipps geben und von meinen Erfahrungen berichten.
Als Einstieg lege ich den Fokus auf den materiellen Müll. Dabei achte ich besonders darauf, dass mir die Reduktion des Abfalls leicht fällt. Also gehe ich mein eigenes Tempo. Denn wenn ich übertreibe, dann fühlt es sich an wie eine Diät. Darauf hab ich innerhalb kürzester Zeit keine Lust mehr. Ich produziere also sehr wohl immer noch Müll, jedoch um über 50% weniger als noch vor einem Jahr.

Unter Anderem möchte ich mein Leben veganer gestalten. Innerhalb der nächsten Monate und Jahre möchte ich weniger bis gar keine tierischen Produkte mehr konsumieren. Was ich zu Hause habe verwende ich natürlich weiter (wär ja sonst Müll). Warum vegan bzw. 'veganer' leben?

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  • Bin ich gut genug?

    Uns wird permanent unbewusst vermittelt, dass wir nicht gut genug sind. Wir sind zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, zu alt - und das sind mal nur die offensichtlichen Botschaften.
    Zusätzlich wird in den Werbungen jedoch auch propagiert, dass wir uns nur wohlfühlen, wenn wir uns möglichst oft waschen, rasieren, eincremen, anmalen und einsprühen. Abgesehen vom Konsum, der uns damit als notwendig verkauft wird, stellt sich mir da eine sehr grundlegende Frage:

    ●▬▬▬▬ Macht die Natur wirklich solche Fehler?! ▬▬▬▬●

    Sind unsere Körperflüssigkeiten von der Natur falsch konzipiert? Die sollen doch Duftstoffe sein, um Geschlechtspartner anzuziehen - warum empfinden dann so viele Menschen sogar ihren eigenen Körpergeruch als unangenehm? Wie soll dann jemand anders diesen Gestank mögen?
    Unser Körpergeruch ist lediglich ein Resultat unseres Lebensstils! Wenn ich meinen Körper jeden Tag bewusstlos mit materiellem und geistigem Müll fülle, dann verursacht das immensen Stress. Unwohlsein bedingt (zumindest bei mir) sofortige Veränderung des Körpergeruchs. Vielleicht habt ihr ja als Kinder auch gehört, dass Hunde eure Angst riechen können. Und ich glaube, dass jeder diesen Angstschweiß riechen kann. 😁

    Seit wann wird Körperbehaarung mit Ungepflegtheit gleichgestellt? Und warum ist es bei Männern eher in Ordnung? Das Begann doch definitiv erst in den 1990ern, als die Medien sich ins Internet ausdehnten. Meine Erfahrung zu diesem Thema werde ich gerne in einem weiteren Blog-Eintrag erläutern - ich möchte hier vor Allem zum Denken anregen! Es war nicht immer so.

    Einer der Hauptgründe, warum ich meine Einstellung zu diesem Thema veröffentliche, ist weil ich mich mag und weil ich mir wünsche, dass alle anderen Menschen und vor Allem die Kinder sich wertvoll fühlen, genau so wie sie sind! Dass sie ihren Körper aufmerksam beobachten und schätzen.
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  • Frei vom Medienmüll

    Ist es wichtig, zu wissen, was in der Welt gerade passiert? Jain! - Das Weltgeschehen kann aus sehr vielen Perspektiven betrachtet werden. Mann könnte sagen: die Umweltverschmutzung war noch nie so schlimm! Doch es gab auch noch nie so viele Menschengruppen, die sich für die Umwelt einsetzen! Waren die vielleicht früher gar nicht notwendig??
    zeitung
    • favicon weg mit dem Fernseher - online entscheide ich zumindest bewusst, welchen Filter ich setze
    • favicon weg mit der Zeitung - gute Journalisten sind eher verstreut zu finden (wozu außerdem Papiermüll produzieren?)
    • favicon Radio abdrehen - statt stündlich die negativen Neuigkeiten der Welt zu inhalieren
    • favicon offline - echte Menschen, ohne Photoshop, ohne Filter


    • favicon aufmerksam - Skepsis und Vertrauen ausbalancieren. Ich vertraue darauf, dass Menschen zu mir ehrlich sind. Dies bedeutet jedoch ausschließlich, dass sie mir die Wahrheit sagen. Jedoch kann meine Wahrheit eine andere sein und dennoch verstehen und mögen wir einander. Wenn ich also von der 'Wahrheit' lese oder höre, frage ich mich hin und wieder, ob das für mich auch richtig ist.
    • favicon ups - plötzlich verschwinden so viele zuvor 'normale' Konsumbedürfnisse!
      🔸 Brauche ich 15 Körperpflegeprodukte?
      🔸 Brauche ich Parfum, Weichspüler und Deo überhaupt?
      🔸 Brauche ich wirklich Nahrungsergänzungsmittel??
      🔸 Brauch ich sofort Medikamente oder doch lieber Ursachenforschung?
      🔸 Bin ich Mensch oder nur Kunde?


    Ist Allgemeinwissen wichtig? Ja!
    Doch zählt Kräuterkunde für mich wesentlich mehr, als Kriegsgeschichten, die sowieso immer der Sieger niederschrieb.
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  • Unverpackt Einkaufen, die Vor- und Nachteile

    Bei meinem letzten großen Lebensmittelkauf am 31.05.2017 ist mir sehr viel bewusst geworden und das möchte ich gerne mit euch teilen.

    ♛▬ Vorteile ▬♛

    ➜ Flexible Mengen: Ich kann soviel mitnehmen, wie ich tragen kann und möchte. Manchmal eben auch sehr kleine Mengen!
    ➜ Keinerlei Müll wird produziert
    ➜ Ich konsumiere wesentlich bewusster

    mehl usw

    ♛▬ Nachteile ▬♛

    ➜ Die Verfügbarkeit ist oft sehr eingeschränkt. obwohl ich in Wien lebe, fahre ich 50 Minuten zum Unverpackt-Laden. Da suche ich mir oft einen Mittelweg und kaufe lieber etwas Verpacktes um die Ecke. Vor allem wenn ich weiß, dass der Unverpackt-Laden zwar ausschließlich Fair-Trade-Produkte anbietet, dafür jedoch in Kauf nimmt, dass manche Transportwege immens weit sind.

    behälter petra on tour


    Bewusstes Einkaufen - worauf ich achte

    Da selbst ich in Wien 50 Minuten zum nächsten Unverpackt-Laden fahre, nehme ich diesen Weg nur alle paar Monate auf mich. Dort kauf ich dann vor allem Lagerware: Essig, Mehl, Haferflocken u.Ä.
    Dabei ist mir kürzlich aufgefallen - Glas ist schwer! Deswegen nehme ich zum Einkaufen lieber größere Plastikbehälter mit und fülle dann erst zu Hause in die Gläser um. Außerdem bin ich mit einem großen Rucksack unterwegs, da fallen 5-10kg wesentlich weniger ins Gewicht als mit Tragetaschen.
    Frischware hingegen kaufe ich sogar häufig bei größeren Supermarktketten, weil sie eben in der Nähe sind und auch sehr viele regionale unverpackte Produkte anbieten. Dennoch kaufe ich häufig lieber die österreichischen Bio-Karotten im Maisstärke-Folie, als die unverpackten italienischen.
    Besonders schön find ich es, Gemüse zu essen, dessen Anbauer ich kenne - sei es ein befreundeter Bauer, oder eben meine Familie. Ähnlich ist es beim Kochen - selbst gekocht schmeckt einfach besser!

    nudeln - unverpackt

    Hast du schon Erfahrungen mit müllfreiem Einkaufen gemacht? Fallen dir weitere Vor- oder Nachteile dazu ein? Ich freu mich total über jedes Feedback zu diesem Thema. Ihr könnt mir gerne Anregungen und Fragen an petra@licht-welten.at senden!
    Demnächst möchte ich euch auch von meinem diesjährigen Balkongarten berichten. Dieser bereitet mir täglich ganz viel Freude ❤️
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  • Kann ich als einzelner Mensch die Welt verändern?

    Jeder weiß, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Orkan auslösen kann… Dennoch habe ich kürzlich etwas gelesen, dass meinen Blickwinkel sehr verändert hat. Ich dachte, die Handlung eines Einzelnen könnte Berge versetzen, doch um diese Wirkung zu erzielen bedarf es dafür auch der richtigen Gedanken!!
    Es wurde anscheinend nachgewiesen, dass Menschen, die versuchen ökologischer zu leben letztendlich gleich viel CO2-Belastung verursachen wie alle anderen. Weil sie beispielsweise für ihre unverpackten Bio-Äpfel mehrere Kilometer mit dem Auto fahren. Außerdem geben sie sehr viel Geld für ihren alternativen Lebensstil aus, dieses Geld könnten sie ja beispielsweise auch in Forschung oder Politik investieren, um etwas 'Größeres' zu bewegen.

    Wenn also ich als einzelner Mensch beschließe, nur möglichst Bio-Produkte zu kaufen und weniger Müll zu produzieren, so bewirkt diese Handlung an sich erstmal gar nichts in der großen weiten Welt.
    clooney
    Wenn ich jedoch mein gesamtes Weltbild verändere, indem ich an das Gute in den Menschen glaube und mit Begeisterung darauf achte ein umweltschonendes Leben zu führen, dann kann ich damit meine Mitmenschen inspirieren und tatsächlich etwas verändern! Nicht meine Taten sind entscheidend, sondern mit welchem Gefühl, mit welchen Gedanken ich handle!


    Statt also ein schlechtes Gewissen zu haben, weil mir heute eine Verkäuferin im Supermarkt ihr Wegwerf-Gebäcksackerl aufgedrängt hat (weil das angeblich immer schon die Vorschrift war), freue ich mich darüber, dass es eine kleinere Bäckerei um die Ecke gibt, deren Angestellte sich jedes mal freuen, wenn wir verpackungsfrei bestellen, weil wir unsere Stoffsackerl mitgebracht haben. Wenn ich das kann, kannst du das auch. Und ich glaube fest daran, dass diese Gedanken die richtigen Menschen erreichen. Sodass es irgendwann auch bei uns Single-Rabatte statt der Mengenrabatte gibt und dass in den Medien der Wert der regionalen, naturbelassenen Produkte vermittelt wird.

    Bis dahin verbreite ich weiterhin frisch fröhlich meine Meinung und freue mich über all die positiven inspirierten Rückmeldungen!
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  • Selbst gemachte Zahnpasta - wissen was drin ist 😁

    Bereits im Sommer 2016 als meine Zahnpastatube langsam leer wurde, war ich so mutig und hab mich ans selber machen gewagt! Nach den ersten Versuchen war ich leider recht unzufrieden. Es war einfach so anders… ohne Schaum und so…
    Doch schon nach kurzer Zeit fiel mir ein wesentlicher Unterschied auf: ich hatte viel seltener Mundgeruch. Zwar fehlte auch das ultimative frische Gefühl, doch es schien die gesamte Welle weniger extrem zu laufen. Mein Mundraum konnte sich plötzlich selbst regulieren, weil er nicht durch aggressive chemische Mittelchen aus dem Gleichgewicht geworfen wurde. Hinzu kommt natürlich ein fantastisch glattes Gefühl auf den Zähnen und super weiche, gepflegte Lippen.
    teeth
    Zubereitung und Anwendung:
    • Xylit = Birkenzucker (halbwegs fein gemahlen) und
    • Kokosöl (in rührbarer Konsistenz)
    • verrühren, die Mengen nach Gefühl wählen (ich glaub bei mir ists fast 1:1)
    • statt mit der Zahnbürste reinzufahren, hab ich einen Teelöffel drin, damit nehm ich immer ein bisschen davon in den Mund, schmelze es kurz und putze dann erst mit der Bürste



    Tipp:
    Wenn ich morgens einen unangenehmen Geschmack im Mund habe, nehm ich einfach einen halben Teelöffel Xylit in den Mund, verteile ihn für ein paar Minuten und spucke ihn danach wieder aus. Dann sind sowohl Belag als auch Geschmack weg und der Mund fühlt sich herrlich frisch an.

    Anmerkung:
    Mir ist natürlich bewusst, dass Kokosöl, selbst wenn es biologisch angebaut wird und fairtrade gehandelt wird, immer noch ökologisch bedenklich ist, aufgrund der weiten Transportwege. Deshalb möchte ich euch hier noch einen Link geben zu einem Rezept für Zahnpasta völlig ohne Kokosöl. Dieses hab ich selbst noch nicht ausprobiert, freue mich also sehr, wenn ich von euch Feedback dazu bekomme!
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  • Wäsche waschen mit Rosskastanien

    Seit über drei Monaten wasche ich nun meine Wäsche mit Rosskastanien und ich bin total begeistert! Erst war ich sehr skeptisch und hab mich intensiv eingelesen. Dann hab ichs mit einer kleinen Menge probiert und schon hab ich gewusst, dabei bleib ich!
    kastanien-sammeln
    • 3-5 EL Kastanienpulver + 1-3 Schluck Tafelessig und meine Wäsche riecht frischer denn je…
    • 3-5 Mal dasselbe Pulver verwenden (innerhalb von ca. 24h)
    • Durchschnittlicher Jahresbedarf: 5-6 kg frische Rosskastanien
    • Der Aufwand hängt von sehr vielen Faktoren ab, jedenfalls ist es ein familientaugliches Vorhaben, mir haben zwei kleine Mädchen beim Sammeln geholfen (17 kg am Foto).
    • 5 intensive Fernsehabende lang hab ich mit Messer und Schneidbrett 11 kg frische Kastanien zerkleinert und teilweise geschält.
    • Das Trocknen kann sehr sehr lange dauern, ist jedoch seine Zeit wert, denn davon hängt die Haltbarkeit ab.


    attachmentÜbersicht zum Ausdrucken
    attachmentMehr Tipps und Tricks dazu


    Umrechnung
    3-5 Esslöffel Kastanienpulver ➜ 50-70 g verarbeitete Kastanien ➜ 5-8 frische Kastanien
    11 kg frische Kastanien ➜ 4,5 kg fertig verarbeitete Kastanien

    Annahme
    50-70 g Kastanien/Waschtag
    20 Waschtage/Jahr (2-Personenhaushalt)
    ➜ 1,0-1,4 kg/Jahr
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  • 1. Mülltrennung

    Bevor mein Leben völlig frei von Müll ist, ist es mir sehr wichtig, meinen Müll sauber zu trennen. Das kostet am Anfang durchaus Einarbeitungszeit, da die Regeln in jeder Region anders sind. Doch indem ich mich damit beschäftige, merke ich erst, wie viel Müll ich produziere und dass ich das noch sehr stark reduzieren möchte.
    saat
    Bei mir in Wien darf ich nur jene Lebensmittel im Bio-Müll entsorgen, die innerhalb von 6 Wochen kompostierbar sind. Das bedeutet die gekauften Bio-Müllsäcke sind tabu, die verrotten einfach zu langsam.
    Dafür wird in Wien immer noch die Öko-Box abgeholt. Die kann ich mit Getränkekartons füllen, die dann direkt wieder zu Karton verarbeitet werden. In allen anderen Bundesländern sollen Getränkekartons in der gelben Tonne bzw. im gelben Sack entsorgt werden.
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  • 2. Ohne Plastik einkaufen

    Von all dem Müll, den ich produziere, finde ich den Plastik-Müll am schlimmsten. Denn dieser wird aus begrenzten Ressourcen hergestellt, ist nicht biologisch abbaubar und noch dazu schwer recyclebar. Ein weiterer Grund warum ich genau beim Plastik begonnen habe meinen Müll zu reduzieren: es geht besonders einfach.
    gemüse
    • Statt ein Plastik Obstsackerl zu nehmen, hab ich immer ein Obstnetz (selbst gemacht) dabei
    • Obst kaufe ich möglichst unverpackt oder in Holzfaserverpackung statt Plastik
    • Backwaren gibt es immer auch frisch und unverpackt, schmeckt sogar viel besser als in Plastik gewickeltes… Ich gehe einen Schritt weiter und verzichte möglichst auch auf die Papierverpackung. Außerdem backe ich inzwischen selbst Brot
    • Gemüsekistl - in Österreich gibt es zahlreiche Bio-Gemüsekistl-Lieferanten. Damit spart meine Familie sich ein paar Auto-Wege und die ganzen Verpackungen vom Gemüse fallen weg. Außerdem wissen wir, wo das Gemüse herkommt. Wir in Kärnten freuen uns immer, wenn der Biobote kommt.
    • Pfandflaschen und Pfandgläser gibt es tatsächlich immer noch! Sind wesentlich nachhaltiger als die Plastikkonkurrenz.

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  • 3. Ohne Plastik haushalten

    Auch in meinem Haushalt gehe ich Schritt für Schritt voran, indem ich vor allem Verbrauchsartikel ersetze, sobald sie das nächste mal leer sind.
    glas-2
    • Einweckgläser statt Plastikboxen
    • Selbstgemachte Putzmittel und Waschmittel (Essig, Zitronensäure, Natron, Rosskastanien)
    • Blockseifen statt Flüssigseife
    • Selbstgemachte Körperpflegeprodukte (Roggenmehlshampoo, Kokosöl-Zahncreme)
    • Bambuszahnbürste
    • Wildschweinborstenbürste oder Sisalbürste

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  • 4. Loslassen - ausräumen - Minimalismus

    Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto mehr Menschen habe ich kennen gelernt, die einen ähnlichen Weg gehen. Manche davon haben mich auf das Thema Minimalismus angesprochen…
    ausmisten
    • Wie viele Klamotten trägst du wirklich gerne und wie viele hast du einmal getragen und dann nie wieder?
    • Wie viele Gegenstände stehen in deiner Wohnung herum, nur um Staub zu fangen? (Das sind bei mir glücklicherweise sehr wenige, denn ich hab wenig Bezug zu Dekoration)
    • Wie viele Bücher lagerst du, in der Hoffnung sie eines Tages doch nochmal zu lesen?
    • Was brauchst du wirklich, um glücklich zu sein?

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